Gebrauchtboote Boote Yachten

Das Wort "BOOT" geniesst eine magische Anziehungskraft auf viele Bootsfreaks und die es werden wollen.
2x im Jahr findet alleine in Deuschland die grösste Bootsmesse statt. Im Herbst in Hamburg und im Winter in Düsseldorf. Diese Messen bieten sowohl Neu als auch Gebrauchtboote an. Für Freizeitkapitäne ist es ein muss dort zu erscheinen. Es werden mit den Bootshändlern Verhandlungen über Neuboote und gleichzeitig über die Inzahlungnahme des alten Schiffes gesprochen. Der Begriff Boot und Schiff ist einzig und allein von der Länge abhängig, ein 7 m Boot wird sicherlich niemand als Schiff bezeichnen. Da es jährlich mehrere 100.000 begeisterte Bootsanhänger zu den Bootsmessen lockt, kommen auch viele, die sich schlau machen, um ein Gebrauchtboot entweder auf der Messe oder später bei einem Bootshändler zu kaufen, da ist natürlich die Preisgestaltung auf der Bootsmesse ein sehr guter Wegweiser für einen späteren Kauf bei einem Händler, oder privat.
Ein Boot ist kein Auto und es sind hier sehr viele Dinge zu berücksichtigen. Bei einem Motorboot z.B. der Antrieb, soll es ein Z-Antrieb, Duo-Prop oder Wellenantrieb sein. Der Motor, was hat er an Stunden gelaufen und besitzt dieser eine Einkreiskühlung oder Zweikreiskühlung. Die zweikreiskühlung ist ein externer geschlossener Kühlkreislauf, der mit dem richtigen Thermostat für eine dauerhafte Betriebstemperatur des Motors sorgt. Die Einkreiskühlung saugt das Seewasser an und drückt es durch die Wasserpumpe wieder raus, was zu einer niedrigen Betriebstemperatur führt und durch das Salzwasser auch die Zylinderköpfe schädigen kann. Bei einem Gleiter ist die Motorisierung sehr wichtig, da das Boot sonst mit 4 Personen und Gepäck schwerlich aus dem Wasser kommt um in die Gleitphase zu gelangen, was auch zu brenzligen Situationen im Notfall führen kann. Ferner besteht die Möglichkeit eines Aussenborders, wenn das Boot dafür vorgesehen ist. Aussenborder gibt es von 2-240 PS, da steckt schon Power dahinter. Auch eine vorschriftsmäßige DHI Beleuchtung ist wichtig, eventuell auch ein Trailer zum Boot, um es selbst zu Wasser zu lassen, denn der Kranbetrieb zum slippen ist teuer.
Ganz anders sieht es bei Segelbooten aus. Ein altes Sprichwort sagt auch hier:"Länge läuft." Während bei einem Motorboot in Gleitfahrt die Wellen zu berücksichtigen sind, schneidet der Segler durch seine Form und dem Kiel das Wasser. Bei einem Segelboot ist auch eine einwandfreie Takelage, Mastbefestigung und Motorisierung wichtig. Kleinere Segelboote begnügen sich mit einem sogenannten Flautenschieber, einen Aussenborder mit
in der Regel 5 PS. 5 PS deshalb, weil bis zu dieser Stärke ein Sportboot oder Segelschein nicht Pflicht ist.
Grössere Segler ab ca. 8 m besitzen meist einen Einbau-Dieselmotor mit Wellenantrieb, da mit dieser Motorisierung auch Fahrten bei absoluter Flaute unternommen werden können. Vielfach haben grössere und grosse Segelschiffe auch eine elektronische Takelage, wo dann die Segel nicht mehr von Hand, sondern per Knopfdruck gesetzt werden. Da ein Segelboot wegen seines Tiefgangs, bedingt durch seinen Kiel nicht direkt in Ufernähe ankern kann, ist ein Schlauchboot hier sehr angebracht. Soll es nur zum übersetzen gedacht sein, genügt für 4 Personen
ein Schlauchboot mit einer Länge von 2,40-3,00 Meter und Paddel. Für grössere Schlauchboote ab 3 m ist es ratsam, eines mit Holzboden und einem Spiegel, zum Anbau eines Aussenborders zu wählen. In dieser Grösse bis 4 Meter genügt auch ein 5 PS Motor, für kleinere Schlauchboote empfiehlt sich ein 2-4 PS Motor mit Einbautank. Es sind also auch bei Gebrauchtbooten, egal ob Motor, Segel oder Schlauchboot viele Dinge
zu berücksichtigen, die sonst schnell an "Skipper in Seenot" erinnern können.